stichwort: "Glück muss der Mensch haben" vom 01./02.04.06

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Teil I Glück im Visier

(Bild Thema) Glück muss der Mensch haben! Glück, in welcher Form auch immer. Und ein glückliches Ende, wünschen wir uns das nicht alle? Am liebsten ist uns doch das "Happy End". Die Prüfung bestanden, das Schuljahr geschafft, den Auftrag erhalten, das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Einmal mit dem wunderbarsten Menschen der Welt vor dem Traualtar. Einmal nach dem Wettkampf auf dem Siegerpodest. Die erste Nacht im eigenen Haus. Endlich die lang ersehnte Nachricht: Wir erwarten ein Kind. Der erlösende Befund des Arztes: Sie sind geheilt, sie sind gesund.

Gestern wurde der Pechvogel des Monats ausgewählt. Es gewann ein junger Mann, der in Japan einen Einbruch verübt hatte. Er wollte in die Kellerräume eines Geschäftshauses einbrechen, hatte sich aber offensichtlich etwas vertan und landete im Übungsraum von zwanzig Sumo-Ringern, die ihn mühelos überwältigten und der Polizei übergaben.

Glück muss der Mensch haben! Wer würde dem widersprechen? Die meisten Menschen sind ihr Leben lang irgendwie auf der Suche nach Glück. Nach dem großen oder dem kleinen Glück. (Bildmontage Glücksbringer usw.) Davon leben Lottoläden und Losbuden, die Hersteller von vierblättrigen Kleeblättern, Glücksschweinchen, Kaminkehrern und anderem Kitsch.

Glück wird gesucht auf dem Rücken von Pferden, in starken Autos, in den rotierenden Scheiben von Spielautomaten und an Roulettetischen, mit Karten und wenn’s nicht anders geht, auch mit Drinks oder Drogen. Die einen träumen vom ganz großen Glück, wenn der Jack-Pott voll ist. Reich wie Dagobert Duck. Nie mehr Geldsorgen! Dabei ist längst erwiesen, dass der große Gewinn nicht wirklich glücklich macht. Viele sehnen sich wenigsten nach dem kleinen Glück in Form eines Einkaufsgutscheins vom Metzgerladen oder im Schrebergarten, wenn die lange gehegte selbst gezogene Blume endlich blüht.

Manche tun auch so, als sei ihnen das alles total egal, wie die Möbelpacker vorhin, (Bild Möbelpacker) Jo und seine Kollegen: Mir ist alles egal, total egal. Aber tief drinnen steckt auch bei ihnen die Sehnsucht nach einem Ideal und einer guten Moral, nach dem was über den gleichförmigen Alltag hinausleuchtet. Sie wagen es nicht mehr davon zu sprechen und darauf zu hoffen, sie geben sich gleichgültig und uninteressiert, aber in ihnen ist noch der Traum vom Glück. Ja die zur Schau getragene Gleichgültigkeit ist ihr Schutzpanzer gegen enttäuschte Glückserwartungen.

(Bild "Er" mit Geweih) Fürs Glück gibt man viel auf. Man ist vielleicht sogar bereit auszuwandern, um das große Glück zu machen und trennt sich für diese Hoffnung von vielem, was einem lieb geworden ist. Man nimmt Strapazen auf sich und geht Risiken ein, um auf der Leiter des Lebensglücks Sprosse für Sprosse zu erklimmen. Er meint, das Glück nur in der Ferne zu finden und ist bereit viel dafür aufzugeben.

(Bild Lucie) Andere können nur glücklich sein, wenn in ihrer Umgebung alles so bleibt wie es ist. Vertraute Menschen, bekannte Orte, gewohnte Bilder, liebgewordene Geräusche, Gegenstände und Wege. Da sitzt immer noch der alte Teddy oder das abgegriffene Kuscheltier in Reichweite, Symbol längst vergangenen Kinderglücks. Bei Ihnen auch?

Wie ist das bei Ihnen? Was ist Ihr Glück? Was bedeutet für Sie Glück? Wie sehen Ihre Glücksträume aus? "Ach, das könnte schön sein, ein Häuschen mit Garten..." (Bild Traumhaus), oder sind Sie schon mit viel weniger glücklich? Wenn sie auf die Waage steigen und ein Kilo abgenommen haben? Wenn Sie die "sieben Wochen ohne" jetzt bald siegreich hinter sich gebracht haben und das erste Stück Schokolade (Bild Schokolade) oder Torte genießen. Haben wir nicht alle den Wunsch glücklich zu sein oder zu werden? Der Wunsch danach glücklich zu sein, ist so alt wie die Menschheit.

Der römische Staatsmann und Philosoph Seneca (Bild Philosophen und Künstler), ein Zeitgenosse von Jesus stellte schon vor 2000 Jahren fest: "Alle wünschen sich ein glückliches Leben." Der Komponist Johann Strauß machte in der "Fledermaus" die Feststellung: "Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist." Herr von Goethe ahnte wohl, dass die Menschen das mit dem Glück ohne fremde Hilfe nicht auf die Reihe kriegen, sondern dass zum wahren Glück schon eine höhere Instanz gebraucht wird. Er gab den Rat: Willst du glücklich leben, hasse niemanden und überlasse die Zukunft Gott. Albert Schweitzer, Theologe und Urwaldoktor lebte sein Glücksrezept in Lambarene, in dem Krankenhaus, für Arme, weil ihm klar war: "Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt."

Davon schien allerdings der andere große Arzt, der Psychologe Siegmund Freud nichts zu wissen, denn er behauptete: "Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist in der Schöpfung nicht vorgesehen." Ob Freuds Leben so freudlos war? Hat er so wenig vom Schöpfer gewusst, dass er zu dieser traurigen und falschen Feststellung kam? Oder war der große Psychologe deshalb so unglücklich, weil er das Glück nur im Menschen, nur in sich selbst gesucht hat?

König David nannte schon vor dreitausend Jahren Gott seine Glücksadresse (aus Psalm 16): "Beschütze mich, Gott, denn dir vertraue ich! Du bist mein Herr, mein ganzes Glück!" (Bild/Text) Einige Zeilen weiter fährt er fort: "Wer sich vom lebendigen Gott abwendet und anderen Göttern nachläuft, kommt aus dem Kummer nicht mehr heraus; ... Du, Herr, bist alles, was ich habe; du gibst mir alles, was ich brauche. In deiner Hand liegt meine Zukunft." Ist das nicht ein Glück, wenn ich das weiß?

Wo suchen Sie das Glück? In sich? Im Erfolg? In der Liebe? Im Rausch? Im Internet? - Da können Sie lange suchen. 7,24 Millionen Einträge hat mir die Suchmaschine angezeigt, als ich das Wort Glück eingab. (Bild Buchtitel) Der Internetbuchshop Amazon weist mehr als 2800 Bücher aus, mit dem Wort Glück im Titel. Ob es glücklich macht, die alle oder zum Teil zu lesen? Da gibt’s für jeden etwas: Philosophische, theologische, medizinische, esoterische Glücksliteratur von Schopenhauer, der das Glück in 50 Lebensregeln zu erschließen meint, über Anselm Grün, mit seinem kleinen Buch vom wahren Glück, bis hin zum Dalei Lama, der auch glaubt Wege zum Glück weisen zu können.

Zum Glück gibt es viele Ratschläge und zahllose Wegweiser. Mancher Rat erweist sich früher oder später als schlecht und viele dieser Wege führen nicht zum Ziel. Das Glück lässt sich nicht erzwingen. (Bild Türe: "Ziehen") Der dänische Theologe Sören Kierkegaard meint: "Die Tür zum Glück öffnet sich nicht, wenn man dagegen anstürmt. Sie geht nach außen auf."

Die Naturwissenschaft fragt: Was ist das überhaupt, Glück? In der Medizin und in der Neurobiologie meint man das Glück entschlüsselt zu haben. Es ist der Neurotransmitter Serotonin, ein Botenstoff im Gehirn (Bild Gehirn), der Glücksgefühle auslöst. Wenn das Glück so richtig in Fülle über einen kommt, so dass man Zeit und Ort, ja sich selbst vergisst, dann nennen die Psychologen das "Flow". Alles fließt. Das Gehirn schüttet diesen "Glücksstoff" beim Essen(Schokolade), beim Sex oder beim Sport aus. Mit Medikamenten oder eben mit Drogen lässt sich für bestimmte Zeit ein solches Glücksgefühl hervorrufen, aber mit Nebenwirkungen und bitteren Folgen.

Aber ist es das, was wir wollen? Die Illusion, das virtuelle Glück auf Bildschirmen, künstliches, synthetisches Glück, dem der Absturz folgt oder die Abhängigkeit? Suchen wir nur die Glücksmomente, Augenblicke des Glücks? Wenn die Schokolade auf der Zunge zergeht, wenn die Lust auf dem Höhepunkt ist, wenn man erschöpft aber stolz ein Ziel erreicht? Ist das nicht zu wenig? Stillt das den Durst nach Leben? Muss solches Glück nicht immer in Enttäuschung enden?

Gewonnen und dann doch verloren?
Ist Glück denn nur Illusion?
Sind wir nur zum Sterben geboren?
Warum läuft das Leben davon?
Woher dieser Durst nach dem Leben,
Den niemand befriedigen kann?
Wir mühen uns Schätze zu heben
Und scheitern am Ende daran.

Solo-Lied: " Durst nach Leben"

II. Glück in Scherben

(Bild Gliederung, markiert Teil II)

"Glück und Glas, wie leicht bricht das!" So sagt es das Sprichwort und wir wissen nur zu gut, was damit gemeint ist. In ausgelassener Stimmung fuhren drei junge Leute in einer Sommernacht von einem Festzelt zum Nächsten. Sie hatten den Glücksgefühlen mit reichlich Alkohol nachgeholfen und setzten im Rausch der Geschwindigkeit noch eins drauf. Vollgas, volle Kraft! (Bild Unfallauto) An der Betonwand einer Autobahnunterführung zerschellte ihr junges Glück. Für einen von ihnen hatte ich die Beerdigung zu halten. Es war erschütternd, die vielen Freunde und Angehörigen in ohnmächtiger Trauer zu sehen. Auch das Glück der Eltern war zerbrochen.

Wie schnell zerbricht Liebesglück! (Bild Beziehungskrise) Wie viele Ehen enden vorm Scheidungsrichter! Wie tief unglücklich macht es, wenn die Arme, die einen so oft warm umschlossen hatten, sich nun um jemand anderen legen? Wie oft geht in unserer Zeit Eheglück verloren, weil man sich nicht vergeben kann, weil man sich nichts mehr zu sagen hat?

(Bild Arbeitsamt) Wie viel berufliches Glück ist in den letzten Jahren in unserem Land der Existenzangst gewichen, die sich bei drohendem Arbeitsplatzverlust und dann erst recht bei Arbeitslosigkeit einstellt? Man sagt: "Jeder ist seines Glückes Schmied." Aber leider stimmt dieses alte Sprichwort in vielen Fällen nicht mehr. In unserer globalisierten Welt haben wir doch auf so Vieles überhaupt keinen Einfluss. Irgendwo werden in der hohen Politik oder im Management eines Konzerns Entscheidungen getroffen, die Profite sichern und Gewinn maximieren sollen und Glück zerbricht für viele an der Basis. Auch durch Streiks und spektakuläre Aktionen lässt sich das erfahrungsgemäß nicht aufhalten. AEG Vorstände haben beschlossen ein Werk in Nürnberg zu schließen und für ein paar tausend Familien in Mittelfranken bricht bescheidenes Glück, ist zumindest bedroht.

(Bild Hiob glücklich) Die Bibel berichtet von einem Mann, dem das Glück über viele Jahre hold war. Er hatte eine große glückliche Familie, beruflichen Erfolg, war ein angesehener und frommer Mann, war zufrieden und dankbar. Nichts fehlte ihm zum Glück. (Bild Hiob im Leid) Bis eines Tages das Gegenteil des Glücks, das Un-Glück über ihn hereinbrach und eine Schreckensnachricht nach der anderen eintraf: Kinder umgekommen, Herden geraubt, Angestellte getötet. Lauter Unglücksbotschaften erreichten den Hiob und bis auf den heutigen Tag tragen solche Schreckensmeldungen von zerbrochenem Glück Hiobs Namen: Hiobsbotschaften. Wir kennen sie und wir fürchten sie.

Zuletzt brach das Unglück noch in Form von schwerer Krankheit über Hiob herein. Schmerzen plagten ihn Tag und Nacht. (Bild Hiob mit Freunden) Er musste eklige, eitrige Geschwüre ertragen und dazu noch den Spott seiner Frau und die schlauen Reden seiner Freunde. Und dieser Zustand ging nicht in drei Tagen vorbei. Endlos kam’s im vor, wie das immer ist, wenn man mitten im Leid steckt. Es will kein Ende nehmen. Das Glück scheint für immer vorbei.

Wie soll man das aushalten? Wie soll man da noch weiterleben und nicht den Mut verlieren? Woher soll man da Hoffnung und Trost nehmen? Hiob klammerte sich an Gott. Er warf seinen Glauben auch dann nicht weg, als sein Glück zerbrach. Ihm war klar: Wirklich am Ende bin ich erst, wenn ich Gott verlasse, wenn ich aufhöre ihm mein Leid zu klagen und von ihm die Kraft zu erbitten, die ich brauche um den Tag zu bestehen, um die Nacht zu ertragen.

Hiob klagte, er schüttete sein Herz aus, er wehrte sich gegen Frau und Freunde, so gut er konnte. Ja, manchmal verwünschte er auch den Tag, an dem er geboren war, aber er gab seinen Glauben nicht auf, er ließ Gott nicht los. Schließlich wurde er wieder gesund und Gott schenkte ihm auch wieder Hoffnung und Lebensglück, Kinder, Viehherden und Wohlstand.

Wie viele unserer Vorfahren haben in den vergangenen Kriegen alles verloren? (Bild Flüchtlingsstrom) Sie zogen mit einem Pferde- oder Handwagen, manchmal nur mit einer Handtasche über eisige Landstraßen. Viele standen mit völlig leeren Händen vor ihrem von Bomben getroffenen, zerstörten Haus. Alles verloren. Millionen mussten die Heimat verlassen, mit nichts in der Fremde wieder ganz neu anfangen, mussten Ehegefährten, Kinder, Eltern, hergeben. Alles was man braucht zum Glück, war zerstört.

Alles? Nein! (Bild Bibel auf dem Schoß) Das, was Hiob nicht verloren hat, blieb auch damals den geschundenen Menschen: Der Halt im Glauben an Gott. An den Gott, der einen auch dann noch hält, wenn alles andere zu Bruch geht. Der Allmächtige, der erbarmende Gott, zu dem ich immer fliehen kann, mit den Scherben meines Glücks und den Schatten meiner Schuld. Mit meinen Wunden und Verletzungen. In Jesus empfängt Gott auch Mühselige und Beladene, die mit schweren Schritten und verletzten Seelen nirgendwo sonst erwünscht sind.

(Bild Rembrandt Hundertguldenblatt) Der Maler Rembrandt van Rijn hat diese eindrucksvolle Szene gemalt. Den Heiland, Jesus Christus, der die ganze Not der Welt in Gestalt von Menschen um sich versammelt. Lauter Leute, deren Lebensglück zerbrochen ist, die von falschen Glücksversprechen enttäuscht wurden, die vielleicht durch eigene Schuld ihr Glück zerstört haben. Verzweifelte, Mutlose, Zweifelnde, Suchende. Jesus bietet ihnen neues Glück. Anderes Glück. Glück, das tief ins Herz eindringt, das bleibt und trägt, auch wenn äußerlich die Umstände nicht glücklich scheinen. Er reicht die Hand. Er fasst die Hände, die sich nach ihm strecken. Er lässt keine Hand los. Sein Glück ist anders. Geborgenheit in Jesus. Zukunft in Jesus. Wissen: Niemand kann mich aus seiner Hand reißen.

Solo Lied "Ich lasse deine Hand nicht los"

III. Glück aus Glauben

(Gliederung, markiert Teil III) Ja, Glück muss der Mensch haben! Das Glück ist auch in Gottes Plan mit der Welt und den Menschen vorgesehen. Gottes Geschichte mit den Geschöpfen begann im vollkommenen Glück. Die ersten Menschen, die Gott in seinen Garten setzte, lebten in paradiesischen Zuständen. Die Bibel berichtet uns von Adam und Eva, die in Gottes Nähe alles haben, was sie brauchen.

(Bild Gottes Hand berührt Menschenhand) Nach den Worten der Bibel ist das auch die Zukunft, das Ziel auf das Christen sich freuen dürfen. Auch einmal mit dabei sein, in Gottes neuer Welt, in seiner vollkommenen Neuschöpfung, im unbegrenzten Glück der ewigen Herrlichkeit. Ohne Leid und Schmerz, ohne Tränen und Tragödien. Von Gott angerührt, neu gestaltet, - ein neuer Mensch. Das zukünftige Glück in Gemeinschaft mit Gott übersteigt jede Vorstellung von Glück auf dieser Erde.

Wir müssen uns nicht mit den Glücksmomenten des Lebens abfinden, die so schnell vorübergehen. Auch nicht mit dem niedrigen Glückslevel einer bescheidenen bürgerlichen Zufriedenheit: Hauptsache, es bleibt alles einigermaßen erträglich und ist dann, wenn’s schwierig wird, mal schnell vorbei.

Nein! Wir dürfen unser Leben auf die breite Basis des Glücks stellen, Gottes Kinder zu sein, einen Erlöser zu haben, einen Retter und Heiland, Jesus Christus. In der Bibel wird uns gezeigt, wie wir mit Gott in Kontakt kommen können. Indem wir aufhören, immer nach dem Gewinn, nach dem Profit, nach dem Kick, nach der Steigerung der Lust zu suchen. Jesus sagt: Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und nimmt Schaden an seiner Seele (Lk.9,25).

In einem schon etwas älteren Lied damals junger Christen heißt es: Mein Leben war ein einzig Jagen nach dem Glück, ich wusste nichts von Gott und nichts von Golgatha. Ein Teil des Lebenswegs lag hinter mir zurück, bis Gott mich suchte und ich endlich sagte ja. Auch ein Teil Ihres Lebenswegs liegt hinter Ihnen zurück. Hat Gott Sie schon gefunden? Haben Sie sich von ihm schon finden lassen? Gott sucht uns. Er sucht uns mit leidenschaftlicher Liebe. Aber es braucht schon dieses klare und bewusste Ja zu Gott, ja zu Jesus. Ja, ich will, dass du mein Leben in deine Hand nimmst.

Zu diesem Ja gehört auch, Gottes Gebote anzuerkennen und für das eigene Leben zu akzeptieren. Selbst dann, wenn ich zugeben muss, dass ich diese heiligen Gebote Gottes immer und immer wieder gebrochen habe. Gott schließt den Sünder nicht aus von seinem Glück. Wer auf ein Leben ohne Gott oder gegen Gott zurückblickt und darüber erschrickt, wird vor ihm in die Knie gehen und nur sagen können: Vergib mir meine Schuld. Gott, sei mir Sünder gnädig.

(Bild Kreuz) Und dann wird er aus dem Mund Gottes oder eines von ihm Beauftragten die unglaublich befreienden Worte hören: Im Namen Jesu: Dir sind deine Sünden vergeben! Wer sich das sagen lässt, nachdem ihm das Ausmaß seiner Schuld bewusst geworden ist, erfährt zum ersten Mal, was Glück im umfassenden Sinn, was Glück im Sinne Gottes ist. Freiheit, Freude, Frieden, - Mit Worten ist das eigentlich nicht zu beschreiben. Der Mensch, der nichts von Gott und nichts von Golgatha wusste, dem Das Kreuz Christi dort auf dem Hügel vor den Toren von Jerusalem fremd war, nur ein religiöses Symbol, der wird hineingenommen in Gottes Glück. Du bist geliebt, angenommen, wertvoll, weil Jesus für dich starb, deine Schuld auf sich genommen hat.

Der Dichter des gerade zitierten Liedes hat es so ausgedrückt: Das war der schönste Tag, den Gott mir jemals gab, als Jesus in mein dunkles Erdendasein trat. Der schönste Tag im Leben ist der, wenn ein Mensch das für sich gelten lässt: Jesus hat an seinem Kreuz für meine Schuld bezahlt. Weil er dort für mich gestorben ist, darf ich leben. Leben ohne Schuld. Leben in Geborgenheit. Leben auf dem Boden eines tiefen beständigen Glücks. Auch wenn ich nicht reich bin und wenn mir nicht alles gelingt, wenn ich nicht immer erfolgreich bin und wenn ich vieles falsch gemacht habe und noch falsch machen werde.

Glück muss der Mensch haben! Und Glück hat, wer Jesus hat. Jesus lässt keine Hand los, die sich nach ihm ausstreckt. (Bild kleine Hand in großer Hand) Er lässt nicht los, wenn der Automat die Kontokarte kassiert.
Er lässt nicht los, wenn die Prüfung verpatzt ist.
Er lässt nicht los, wenn mich Menschen verlassen.
Er lässt nicht los, wenn die Firma Konkurs anmeldet.
Er lässt nicht los, wenn Krankheit uns bekümmert.
Er lässt nicht los, wenn wir an einem Grab stehen.
Jeder, der sein Leben Jesus Christus anvertraut, kann sich darauf verlassen: Du selber, Herr, lässt meine Hand nicht los.

In einer seiner wichtigsten Predigten, in der Bergpredigt, hat der Herr Jesus viel vom Glücklichsein geredet. Er hält Glück bereit, mit dem seit damals Generationen von Christen bewegende, Erfahrungen gemacht haben. Jesus hält ein Glück bereit, das um Himmels willen, nach dem Willen des Himmels niemand verpassen sollte. Unbeschreibliche wunderbare Zukunft. Sein Glück ist aber auch hier und jetzt in diesem Leben schon erfahrbar. Das Wort für glücklich, das die Bibel dabei im griechischen Urtext verwendet ist eigentlich noch eine Steigerung von glücklich. "Makarios". Selig, ja glückselig bedeutet es.

Ich lese diese Verse aus dem 5.Kapitel des Matthäusevangeliums, den Anfang der Bergpredigt: (Bild Text)
Glücklich sind, die erkennen, wie arm sie vor Gott sind, denn Gottes Herrschaft und Herrlichkeit gehört ihnen.
Glücklich sind die Traurigen, denn Gott wird sie trösten.
Glücklich sind, die auf Gewalt verzichten, denn sie werden die ganze Erde besitzen.
Glücklich sind, die sich nach Gottes Gerechtigkeit sehnen, denn Gott wird ihre Sehnsucht stillen.
Glücklich sind die Barmherzigen, denn Gott wird auch mit ihnen barmherzig sein.
Glücklich sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.
Glücklich sind, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen.
Glücklich sind, die deshalb verfolgt werden, weil sie Gottes Willen tun. Sie werden mit Gott in seinem Reich leben.

(Bild Regenbogen) Jesus zeigt uns hier ein ganz anderes Glück. Glück, das nicht zerbrechlich ist wie Glas. Glück, das nur Gott schenken kann und das nicht abhängig ist von Reichtum und Gütern, von Reisen und Geschenken. Sicher haben Sie die alte Geschichte von den zwei Mönchen gelesen, die sich auf die Suche nach Glück machten. Sie steht innen auf dem grünen Faltblatt, das auf Ihrem Platz lag. Auf der Suche nach dem Glück durchwanderten sie die Welt. Das Glück sollte dort zu finden sein, wo der Himmel die Erde berührt.

Nach langer Zeit, so erzählt die Geschichte, fanden sie, was sie suchten. Die Tür zum Glück. Als sich ihnen die Tür öffnete, begriffen sie: Der Ort, wo das Glück zu finden ist, ist da, wo einem Gott begegnet. Nicht am Ende der Welt. Nicht auf einer fernen Insel. Nicht im Wettbüro, nicht in der Wellness Oase, sondern da wo der Himmel die Erde berührt.

Da, wo Gott zu Menschen kommt, wo Gott einem Menschen nahe kommt. Zum Glück gibt es Gott! (Bild offene Tür) Zu unserem Glück hat er die Tür nicht zugemacht, sondern macht sie auf. Jesus sagt im Johannesevangelium einmal: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden (Joh. 10,9). Dann wird er alles haben, was er braucht. Zum Glück gibt es Jesus! Er berührt auch Sie. Freundlich, liebevoll, heilsam, befreiend. Und der lässt Sie teilhaben an seinen Gaben, an seinem Leben, an seinem Sterben, an seinem Auferstehen, an seinem Ewigen Leben in einem unvorstellbaren Glück.

Zum Glück gibt es Gott! In seinem Plan ist das Glück des Menschen sehr wohl vorgesehen. Aber es ist nicht ohne ihn, sondern nur mit ihm zu haben. (Bild Kreuz Hände) Sein Weg zum Glück heißt Jesus Christus. Zum Glück gibt es Vergebung durch ihn! Zum Glück gibt es Hoffnung durch ihn! Auch in der tiefsten Tiefe. Auch in der längsten Nacht. In der dunkelsten Dunkelheit.

Seine Hand lässt nicht los. Sein Licht geht nicht aus. Sein Weg führt ans Ziel. Wissen Sie eine bessere Adresse um das Glück zu suchen? Wie lange sucht Gott Sie schon? Wie lange hält er Ihnen die Heilandshand schon hin? Wollen Sie weghören, weggehen, wieder nicht antworten? Die Hand nicht ergreifen, die sich ihnen entgegenstreckt. Die Hand, die Ihnen helfen will die Aufgaben Ihres Lebens zu bewältigen, das Leid Ihres Lebens zu tragen, das Ziel des Lebens zu erreichen.

Als Jesus seine Jünger einmal fragt: Wollt ihr auch weggehen? - Wie es so viele damals getan haben und bis heute tun. - Da antwortete ihm Petrus: "Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des Ewigen Lebens und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der heilige Gottes bist." (Joh.6,68f) Es gibt keinen besseren Freund, keinen stärkeren Gott, keinen anderen Weg zum letzten und größten Glück als Jesus. darum dürfen auch wir sagen und singen:
Herr, wohin sonst sollten wir gehen, wo auf der Welt fänden wir Glück? Niemand, kein Mensch kann uns so viel geben wie du, du führst uns zum Leben zurück. Nur du - nur du schenkst uns Lebensglück.

Chor "Wohin sonst"

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